www.inkek.de - DE

Mikroklima

Mikroklimatische Stadtklimamodelle ermöglichen es, die Auswirkungen von einzelnen Bäumen, Fassadengestaltungen oder Gebäudekonstellationen zu beurteilen. Ist- und Planzustand können miteinander verglichen und Differenzen ermittelt werden. Der thermische Wirkkomplex erklärt dabei wie sich zum Beispiel Solarstrahlung, Wind und Luftfeuchtigkeit, aber auch Wärmestrahlung von Gebäuden oder Schatten auf das Wärmeempfinden des Menschen auswirken. Wir arbeiten daher im mikroklimatischen Bereich mit der sogenannten physikalisch äquivalenten Temperatur (PET), welches sich aus diesen Parametern berechnet.

Zur Berechnung von PET und vielen weiteren Parametern (u.a. Lufttemperatur, Strahlungstemperatur oder Wind) nutzen wir die Software ENVI-met (aktuelle Pro-Version).

Um die komplexen dreidimensionalen Daten der numerischen Simulation leichtverständlich präsentieren zu können und damit die Kommunikation innerhalb von Planungsvorhaben zu stärken, nutzen wir die Schnittstelle zu atmosphärischen Tools.

 

Projekte auf Mikroklima-Ebene (Auswahl)

Aus Vertraulichkeitsgründen können wir an dieser Stelle nicht alle unseren Projekte detailliert vorstellen, auch wenn sie es alle verdient hätten. Von Belüftungsstudien, DGNB-Nachweisen, über Bioklima-Untersuchungen bis hin zu Verschattungsanalysen haben wir bereits so gut wie alles berechnet was es zu berechnen gibt. 2025 waren dies zum Beispiel Projekte in Braunschweig, Kassel, München, Stuttgart oder Wiesbaden. In den vergangen Jahren (2019-2024) haben wir zahlreiche Mikroklimaanalysen unter anderem in Bad Pyrmont, Münster, Phnom Penh, für Bauträger, Entwickler, Investoren oder Kommunen erfolgreich durchgeführt. Alle haben gemeinsam, dass quantitative Erkenntnisse zu konstruktiven Planungen führten und für mehr Qualität in Planungs- und Bauprozessen sorgten.

Mikroklimaanalyse Konstanz-Döbele (2018)

Durch die bauliche Entwicklung in Konstanz soll ein bisher als Park genutzter Parkplatz in ein von städtischer Bebauung geprägtes Quartier umgewandelt werden. Um die daraus resultierenden klimatischen Auswirkungen quantitativ darzustellen, wird eine Mikroklimaanalyse des Untersuchungsgebietes durchgeführt. Es wird analysiert, welche stadtklimatischen Einschränkungen zu erwarten sind und welche Maßnahmen getroffen werden sollten, um die Neubauten klimabewusst zu planen.

Eingesetzt wurde das dreidimensionale nicht-hydrostatische Stadtklimamodell ENVI_met. Es erfolgte eine Berechnung des Windfeldes und thermischer Indizes zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowie eine Berechnung des Einflusses einer Fassadenbegrünung auf den Menschen.

 

 

Stadtklimatische Untersuchung Waidesgrund, Fulda (2018)

Im Bereich Waidesgrund in Fulda soll eine bestehende Grünfläche städtebaulich entwickelt werden. Das beschriebene Plangebiet wird hinsichtlich der Durchströmung und der thermischen Verhältnisse untersucht. Es wird dabei auch geprüft, inwieweit sich die geplante Nutzungsänderung auf die unmittelbare Nachbarschaft sowie die Kaltluftversorgung der Innenstadtbereiche auswirkt. Stadtklimatische Empfehlungen, die eine Optimierung des Entwurfs fokussieren, werden im Anschluss gegeben.

 

Belüftungsstudie Hügelstraße, Darmstadt (2017)

Die verkehrsbezogene Luftmessstation Darmstadt-Hügelstraße des HLNUG (Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie) weist sowohl für Stickstoffdioxid (NO2) als auch Feinstaub (PM10) regelmäßig überhöhte Werte auf, die auch die geltenden Grenzwerte überschreiten. Wichtiger Faktor für die Immissionskonzentrationen sind die meteorologischen Ausbreitungsbedingungen innerhalb der städtischen Grenzschicht. Des Weiteren beeinflussen auch die örtlichen Gegebenheiten wie Unterführungen, Tunnel und Höhenversprünge die Immissionen.

Die vorliegende Studie untersucht die Besonderheiten der Lage der Messstation hinsichtlich ihrer Ventilation.

 

Begutachtung der klimatischen Auswirkungen des Objektes Kaiserlei, Offenbach (2016)

Auf dem Plangebiet soll eine umfangreiche Neugestaltung durchgeführt werden. Dabei sollen Gebäude zurückgebaut und neue Gebäudekomplexe errichtet werden. Teilweise wird der Bestand saniert, der Freiraum wird neugestaltet.

Bedingt durch die Lage des Plangebietes im thermisch belasteten Bereich muss eine Klimaanalyse auf mikroskaliger Ebene durchgeführt werden, um sicherzugehen, dass sich die Gesamtsituation durch die Umgestaltung des Plangebietes nicht verschlechtert. Zur klimatischen Analyse liegt auf gesamtstädtischer Ebene die Klimafunktionskarte der Stadt Offenbach (Stand März 2011) vor, aus der Eingangswerte für die vertiefenden Simulationen extrahiert werden.