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Klimagerechtes Flächenmanagement der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt

Gesamtstädtische Klimaanalyse mit Bewertungskatalog, Planungsempfehlungen und Integration der zukünftigen baulichen sowie klimatischen Veränderungen.

Klimaveränderungen sind besonders in Ballungsräumen und innerstädtischen Gebieten zu spüren. Die Zunahme an austauscharmen Strahlungswetterlagen vermehrt den Hitzestress vor allem innerhalb windschwacher Stadträume. Es entsteht ein Wärmeinseleffekt und die Belüftung kann unzureichend sein, was sich auf die Lufthygiene und den thermischen Komfort in der Stadt auswirkt. Hitzewellen der letzten Jahre (z. B. in den Jahren 2003 und 2006 sowie im Juli/August 2015) mit Tausenden Todesopfern in Europa und einem hohen volkswirtschaftlichen Schaden zeigen eindrucksvoll, welche Folgen Hitzestress haben kann.

Damit Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit von Menschen in Städten gesichert bleiben, müssen städtebauliche Planungen so optimiert werden, dass die thermischen Belastungen auch unter extremen Hitzebedingungen sowohl im Freien als auch in den Innenräumen erträglich sind. Solche praxistauglichen Planungsleitfäden werden auf den unterschiedlichen Ebenen in Bundesländern (MUNLV des Landes NRW 2010) und in der Forschung (Universität Kassel 2010) entwickelt. Sie sollen Konzepte beinhalten, auf welche Weise in bestehenden städtischen Strukturen der Hitzestress für Menschen minimiert werden kann, sodass ihr thermischer Komfort so wenig wie möglich beeinträchtigt ist.